Training mit Gürtel – Warum?

Du hast bestimmt schon mal jemanden mit einem Gürtel Kniebeugen oder Kreuzheben gesehen, stimmt’s? Aber warum wird dieser öfters verwendet?

Vorweg sei gesagt, dass es sich in diesem Artikel um Gewichtheber- bzw. Kraftdreikampfgürteln handelt (meist aus dickem Leder mit Metalldornen oder einer Metallschnalle zum Klappen), es sind NICHT die dünnen Nylon-Gürtel mit Plastikdornen aus den Supplementgeschäften gemeint.

Spannung deiner Körpermitte:

Diese ca. 10mm dicken und 10-12cm hohen Ledergürtel ergänzen eine starke Körpermitte, ersetzen sie jedoch keineswegs! Dies wird von Unwissenden oft falsch verstanden!

Wenn jemand nicht im Stande ist, seine Rumpfmuskulatur so anzuspannen, dass Kniebeugen und Kreuzheben mit korrekter Form mit „hohem Gewicht“ möglich sind („hohes Gewicht“ ist natürlich relativ, sagen wir mal mindestens das 1,5-fache Körpergewicht bei Kniebeugen und das 2-fache Körpergewicht beim Kreuzheben), dann wird ihm/ihr auch ein Gürtel wahrscheinlich nicht helfen können. Denn unter anderem erlaubt es dir ein Gürtel lediglich, die Spannung rund um den Bereich des Gürtels zu erhöhen. Dies geschieht, indem man Spannung im Bauchraum aufbaut und aktiv Druck gegen den Gürtel ausübt.

Wenn du also keinen Plan von der Anspannung deiner Körpermitte hast, dann lerne es, anschließend kannst du dir wieder über Gürteln Gedanken machen.

Wer soll nun einen Gürtel verwenden?

Bei richtiger Verwendung des Gürtels wird es dir möglich sein mehr Gewicht zu bewegen und somit einen höheren Trainingseffekt zu erzielen, was dich wiederum stärker macht, als es ohne Verwendung des Gürtels der Fall wäre.

Somit sollte jeder Wettkampfsportler (Strongman, Kraftdreikämpfer, Gewichtheber), der unter den Regelwerkt eines Verbandes antritt, der Gürtel erlaubt, auch einen verwenden.

Die richtige Verwendung:

Am allerbesten von einem erfahrenen Coach oder Wettkampfsportler in der Praxis zeigen lassen. Praxis ist immer besser als Theorie.

FAZIT: du musst wissen wie man einen Gürtel richtig benutzt um einen Vorteil daraus ziehen zu können. Sollte es jedoch – aus einem uns unbegreiflichen Grund 😉 – nicht dein Ziel sein, so stark wie nur irgendwie möglich zu werden, dann brauchst du auch keinen…

Geschnallt?